Volles Programm bei Klausurtagung der CDU in Moers

Arbeitsreich gestaltete sich die zweitägige Klausurtagung der neu gewählten CDU Fraktion unter Beteiligung von Bürgermeister Heinrich Böckelühr in Moers. die sich mit den Grundlagen der Ausschuss- und Ratsarbeit ebenso beschäftigte wie mit den freien Trägern in der Jugendhilfe, der Kulturarbeit und der Stadtentwicklung Schwertes. Stephan Grave als Vertreter der KPV, also der Kommunalpolitischen Vereinigung, führte die Ratsmitglieder in ihre Rechte und Pflichten bei der Ratsarbeit ebenso ein wie in die Feinheiten der Gemeinde- und Bauordnung, Ulrich Groth von der Diakonie Schwerte ermöglichte einen Überblick über die Jugendhilfe, die freien Träger Schwertes und hier insbesondere der Wohlfahrtsverbände. Klausurtagung 2014 Adrian Mork als Stadtentwickler der Stadt Schwerte nahm die Anwesenden Politiker mit auf die Reise in das Jahr 2032 um anhand der Wohnraumsituation den Blick der Christdemokraten für die anstehenden Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft zu schärfen. Quartiersentwicklung, also die generationsübergreifende Bezirksentwicklung, ist hierbei eines der Schlüsselthemen, mit denen sich die Fraktionsmitglieder der CDU auf der Klausurtagung intensiver beschäftigten, dies insbesondere vor dem Hintergrund des neu entstehenden Generationenausschusses. Ganz bewusst hatte sich die Schwerter CDU für den Tagungsort in einem Altenheim der Diakonie entschieden, so bot sich am Rande der Tagung die Möglichkeit, mit Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Interessant gestaltete sich in diesem Zusammenhang auch der Austausch mit den CDU Kollegen aus Moers. „Wir sollten unseren Austausch mit anderen Städten und Organisationen verstärken, um möglichst gute Kenntnisse über die Entwicklung anderer Städte im Bereich Stadtentwicklung zu erlangen“, betonte der Fraktionsvorsitzende Marco Kordt. Einigkeit herrschte bei den Fraktionsmitglieder auch darüber, dass die Frage der zeitnahen Unterbringung von Asylbewerbern nicht mit der Frage der Zur-Verfügung-Stellung von Räumlichkeiten der Kulturschaffenden verwoben werden dürfe. „Sowohl dem Theater am Fluss, als auch dem Verein Louisa und dem Studio 7 wurden von Seiten der Verwaltung Alternativen im Rathaus II angeboten“, hob Bürgermeister Heinrich Böckelühr in diesem Zusammenhang hervor und stellte anhand einiger Beispiele die Kurzfristigkeit der Zuweisung von Asylbewerbern dar, die manchmal lediglich bei einer siebenköpfigen Familie drei Tage betrage. „Wir müssen zeitnah handeln, um uns als Kommune nicht vorwerfen zu lassen, dass wir Asylbewerber unter menschenunwürdigen Zuständen unterbringen“, zeigte Böckelühr den Christdemokraten die Dringlichkeit der Raumfrage auf.